Reis ist eine der ältesten Kulturpflanzen die wir kennen und nur wenige Menschen wissen, dass der Reis zur Gattung der Süßgräser gehör. Vor ca. 5.000 Jahren fingen asiatische Urvölker an, die Reisrispe zu kultivieren. Sie ebneten damit dem Reis den Weg zur Ausbreitung als Nahrungsmittel. Der Weg führte aus den Sumpfgebieten des heutigen, südlichen Chinas nach Japan, nach Südostasien und nach Indien. Dort ist der Reisanbau schon etwa 1.500 Jahre vor unserer Zeitrechnung nachweisbar.
Über Persien, den Irak und Ägypten gelangte der Reis dann etwa 1.000 n.Chr. in das südliche Spanien und von dort aus nach Frankreich und Italien. Spanische und portugiesische Eroberer sorgten dafür, dass der Reis auch in Mittel-, Süd- und schließlich auch in Nordamerika Fuß fassen konnte.
Heute lebt mehr als die Hälfte der Erdbevölkerung von Reis. Reis in Asien – das ist wie Brot bei uns. Dort liegen auch 90% der Weltproduktion. Der weitaus größte Teil des Rohreises wird dort auch verbraucht.
„Der Rest der Welt“ wird von südostasiatischen Erzeugerländern versorgt. Die wichtigsten Lieferländer für Deutschland sind jedoch die USA und südeuropäische Regionen, vor allem Spanien und Italien.